Was hilft beim Zahnen?

veröffentlicht am 3. August 2016 in Allgemein, Babynahrung, Ratgeber, Was hilft?, Zahnen von

Was hilft beim Zahnen? Schmerzen natürlich lindern.

Die ersten Zähnchen kommen und die Nächte werden länger. Viele Eltern kennen dieses Problem. Man kommt morgens erschöpft und gestresst aus dem Bett. Es stimmt uns traurig, wenn unser Kleines leiden muss. Wenn die ersten Zähne wachsen, leidet das Baby unter Schmerzen und ist unglücklich. Völlig natürlich äußert sich das mit Geschrei. Das bedeutet nichts anderes als „Ich brauche jetzt Hilfe von meinen Eltern“. Was Sie tun können, um die Schmerzen Ihres Babys zu lindern oder gar verschwinden zulassen und somit wieder Gelassenheit und Ruhe in die Nacht bringen zu können, verrät Ihnen Baby-Warentest.de im folgenden Artikel.

Die ersten Zähne kommen nach zirka 6 Monaten nach der Geburt hervor. Die letzten Zähne erblicken das Licht nach ungefähr zweieinhalb Jahren. Das Wachstum der Zähne bereitet manchen Kindern Schmerzen, Unruhe und Schlaflosigkeit während es manchen Babys gar nichts ausmacht. Wir raten Ihnen es mit Naturheilkunde zu probieren. Sollte dies nichts bewirken, kann man immer noch zu Medikamenten greifen. Doch wieso sollte man direkt zu belastenden Medikamenten im ersten Lebensjahr greifen, wenn es auch unschädliche und natürliche Methoden zur Schmerzbehandlung gibt? Wir zeigen Ihnen, welche bewährten Methoden Sie anwenden können, um Ihrem Baby gesund und nachhaltig zu helfen.

 

babynahrung-test-was-hilft-beim-zahnen

 

 

1. Vanilleessenz

Vanille wirkt sehr beruhigend. Die Wirkung reicht sogar aus, um es bei Schlafstörungen einzusetzen. Therapeuten verwenden das ätherische Vanilleöl gegen Schlaflosigkeit, Angstzustände und Depressionen. Zur Verwendung tragen Sie die Essenz mit einem leichten Druck auf das Zahnfleisch Ihres Kindes auf.

 

2. Eis

Eis hat eine leichte schmerzbetäubende Wirkung. Sie können einen Eiswürfel an die betroffenen Stellen des Zahnfleisches reiben, um so die Schmerzen beim Zahnen zu reduzieren. Dadurch wird das entzündete Zahnfleisch leicht betäubt und gekühlt.

 

3. Bernstein und Haselholz

Wenn Ihr Baby eine Bernsteinkette um den Hals trägt, wird die Bernsteinsäure in kleinen Mengen an die Haut abgegeben und somit vom Körper aufgenommen. Bernsteinsäure ist in der Naturheilkunde bekannt für ein großes Wirkungsspektrum. Folgende positive Eigenschaften besitzt der wunderbare Bernstein:

  • Beschleunigung der Wundheilung
  • Linderung von Muskelschmerzen
  • Bekämpfung von Halsentzündungen, Ohren- und Mageninfektionen
  • Reduzierung von Atemwegserkrankungen
  • Kolikensymptome bekämpfen
  • Verringerung von Säurereflux
  • Verbesserung der Herz-, Leber-, Niere- und Darmfunktion

Auch das Tragen von Haselholzketten kann bei der Behandlung von Schmerzen beim Zahnen helfen. Genau wie Bernsteinketten, sollte ihr Baby die Kette mit den aufgefädelten Bernstein- und Haselholz Kugeln um den Hals tragen, damit die Inhaltsstoffe über die Haut auf den Organismus wirken können. Folgende Wirkungen sagt man Haselholz nach:

  • Neutralisieren von Säureüberschuss im Körper
  • Vorbeugende Wirkung gegen Sodbrennen und Säurereflux
  • Linderung von Schmerzen beim Zahnen
  • Positive Wirkung auf Hautprobleme wie Akne, Ekzeme und Schuppenflechte

 

4. Fingermassagen

Mittels leichtem Druck können Sie die Schmerzen Ihres Babys kurzzeitig lindern. Führen Sie dazu leichte massierende Bewegungen mit Ihrem (zuvor gereinigten) Zeigefinger auf dem Zahnfleisch aus.

 

5. Kauen

Zähne sind zum Kauen da. Der Körper signalisiert durch das Wachstum der Zähne, dass jetzt gekaut werden darf. Speziell für das Zahnen gibt es spezielle Beißringe, welche mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Vor Gebrauch wird der Beißring im Kühlschrank gekühlt. Der gekühlte Beißring tut Ihrem Kind gut und erleichtert das Zahnen. Als natürliche Zahnhilfe eignen sich auch gekühlte Karotten- und Apfelstückchen oder eine harte Brotrinde. Hier sollten Sie aber Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt lassen, da es sich an abgebissenen Stückchen verschlucken könnte.

5. Homöopathie 

Viele Menschen schwören auf Homöopathie. Bei der einen Person hilft es und bei der anderen nicht. Um Ihrem Kleinen das Zahnen zu erleichtern, ist es einen Versuch wert. Homöopathie aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Besuchen Sie einen Homöopath und lassen Sie sich helfen. Abhängig von den individuellen Symptomen wird der Homöopath die richtigen Mittel auswählen. Für Babys eignet sich die Verabreichung in Form von Globuli, welche entweder seitlich in den Mund gelegt werden und sich dort auflösen, oder in etwas Wasser aufgelöst werden und über den Tag verteilt mit einer Pipette auf das Zahnfleisch gegeben werden (der Homöopath wird Ihnen die beste Methode erklären). Hier einige Mittel und ihre positiven Wirkungen:

  • Kamille: Wenn Schmerzen beim Zahnen und/oder geröteten Wangen vorhanden sind
  • Tollkirche: Bereits vorhandenes Fieber und/oder ein extrem gerötetes Gesicht
  • Kuhschelle: Bei extremer Weinerlichkeit oder Anhänglichkeit

 

6. Nelken

Ätherisches Nelkenöl ist sehr stark und darf unverdünnt nicht in die Nähe des Babys kommen. Erst verdünnt mit einem Trägeröl wie z.B. Olivenöl darf man die Mischung auf das Zahnfleisch auftragen. Die getrockneten Blütenknospen des tropischen Nelkenbaum wirken lindernd bei Zahnschmerzen.

 

7. Liebe 

Der richtige Platz eines Babys ist an dem Körper seiner Mutter, Vater oder einer anderen betreuenden Person. Babys sind noch leid- und schmerzempfindlicher, wenn sie sich alleine fühlen. Egal was Sie gerade tun, tragen Sie ihr Baby am besten immer mit sich. So erfährt das Baby Liebe und wird deutlich zufriedener. Durch eine größere Ablenkung während des Tragens, konzentriert sich das Kind auf die Situation und weniger auf seine Schmerzen. Man kann das Kind schaukeln und damit beruhigen. Außerdem ist es für das Baby interessant und spannend die Umwelt zu beobachten. Seine Mutter in unmittelbarer Nähe zu wissen, gibt dem Kind ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Es ist bei den meisten Babys so, dass Aufmerksamkeit gegen die Zahnschmerzen gewinnt und somit durch Ablenkung das Leiden reduziert werden kann. Optimal eignen sich hierfür Tragetücher.

 

8. Hautpflege

Beim Zahnen kann es passieren, dass Ihr Baby Ausschlag im Gesicht kriegen kann. Meistens äußert sich das mit einem rötlichen Ausschlag im Lippen- und Kinnbereich. Der Grund für diese Hautirritationen ist der erhöhte Speichelfluss des Babys beim Zahnen. Um dies vorzubeugen oder zu behandeln, empfiehlt sich ein qualitativ hochwertiges Speiseöl. Das Öl muss kaltgepresst und Bio-Qualität sein. Optimal dafür sind Bio-Koksöl oder ein extra Babyöl für diesen Zweck. Dieses trägt man in angemessener Menge auf die betroffene Haut auf.

 

9. Stillen

Während des Zahnes wollen die meisten Babys aus Instinkt mehr gestillt werden. Der Grund dafür ist, dass der direkte Hautkontakt mit der Mutter schmerzlindernd wirken kann. Diese Erkenntnis  hat sich während medizinischen Behandlungen erwiesen. Außerdem sorgt das Stillen für einen „reibungslosen“ Prozess des Zahnwachstums und kann so spätere Fehlstellungen der Zähne vorbeugen.

 

 


Quellenverweise: #1 #2 #3 #4 #5 #6 #7


Kommentar schreiben


Noch keine Kommentare